Folge 46: Das Erfolgs-Paradox: Wenn dein Business läuft, aber dein Leben nicht

Shownotes

Bold & Brave Folge 46 Das Erfolgs-Paradox: Wenn dein Business läuft, aber dein Leben nicht

Die unsichtbaren Käfige erfolgreicher Unternehmerinnen

Du hast dir Freiheit mit einem eigenen Business aufgebaut. Warum fühlt sie sich trotzdem nicht so an?

Viele Unternehmerinnen führen ein Business, von dem andere träumen: volle Auftragsbücher, gutes Einkommen, Anerkennung — und nach außen ein Leben, das „geschafft“ aussieht.

Und trotzdem ist da dieses Gefühl von Enge. Von Daueranspannung. Von Funktionieren statt Leben. Wenn dein Business läuft, aber das Leben sich nicht frei anfühlt, ist diese Folge dein Muss.

In dieser Episode spricht Anja Grosche über das Erfolgs-Paradox, das kaum jemand offen ausspricht: Man kann erfolgreich sein — und sich trotzdem gefangen fühlen. Nicht, weil man versagt hat. Sondern weil man sich unbewusst ein System aufgebaut hat, das Stabilität erzeugt — aber keine Freiheit.

Anja nimmt dich mit hinter die Kulissen ihrer eigenen Unternehmerinnen-Reise: Vom erfolgreichen stationären Business bis hin zu Phasen, in denen sie sich selbst im eigenen Unternehmen verloren hat.

Dabei zeigt sie die drei unsichtbaren Business-Käfige, in denen besonders leistungsstarke Frauen häufig landen: ✨ Der Erfolgs-Käfig — wenn ohne die Unternehmerin nichts läuft ✨ Der Erwartungs-Käfig — wenn nur noch reagiert statt geführt wird ✨ Der Identitäts-Käfig — wenn der Erfolg die eigene Entwicklung blockiert

Außerdem geht es um: 💥 Warum Selbstständigkeit nicht automatisch Freiheit bedeutet 💥 Weshalb gerade starke Frauen besonders gefährdet sind 💥 Woran man erkennt, dass man ein funktionierendes statt ein erfüllendes Leben führt 💥 Welche ehrliche Frage alles verändern kann 💥 Was echte unternehmerische Freiheit wirklich ausmacht

Diese Folge ist kein Wohlfühl-Content. Sie ist ein klarer Reality Check — und gleichzeitig eine Einladung, dein eigenes Business wieder bewusst(er) zu gestalten.

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Transkript anzeigen

Bold & Brave: Hey, hey und herzlich willkommen zu Bold & Brave, deinem Podcast rund ums Business, Mindset und Metaphysik. Ich bin Anja, Unternehmerin, Mentorin und jemand, der keine Lust mehr hat auf ein Business, das sich zwar erfolgreich aussehen lässt, aber innerlich auslaugt. Ja, und ich muss ehrlich sagen, es ist ja eine ganze Weile her, seit ich hier eine Folge aufgenommen habe. Und nein, das war ja auch kein Zufall. Ich hatte das ja in der letzten Podcast-Folge auch angekündigt, dass es immer zwischendurch ein bisschen dauern kann, bis wieder was kommt. Denn wie es so ist, manchmal gibt es ja Phasen im Leben, da passiert unglaublich viel im Hintergrund. Und gleichzeitig fühlt es sich so an, als würde im Außen nichts vorangehen. Und so war es bei mir ja auch in den letzten Monaten. Weil ich habe ja das vergangene Schlangenjahr 2025 sehr stark und sehr transformativ auch erlebt. Mit viel Rückzug, mit viel Häutung, viel Klärung. Dinge, die lange diffus waren, sind da plötzlich dann, also plötzlich in Anführungszeichen sichtbar geworden. Beziehungen, Projekte, Prioritäten, alles wurde so einmal auf den Prüfstand gestellt und so von rechts und nach links gedreht. Und ja, ehrlich gesagt, das war nicht immer angenehm. Ich hatte darüber ja auch einige Folgen schon im letzten Jahr aufgenommen. Aber das muss ich halt auch immer wieder sagen. Es war unglaublich notwendig bei mir. Und jetzt ja seit dem neuen Young Feuer Pferd, das ja so mit dem Chinese New Year im Februar offiziell gestartet ist und ja das jetzt also energietisch im März auch so richtig Fahrt aufnimmt. Da merke ich, wie sich der Nebel, der ganz lange da war bei mir, so langsam gelichtet hat. wie ich wieder Klarheit bekommen habe und eine ganz neue Energie habe, eine neue Lust auch habe, Dinge anzupacken. Und vor allem, ich merke, dass ich wieder so richtig Bock auf Business habe. Ich habe Bock, Bold & Brave in die richtige Richtung jetzt weiterzuentwickeln, die sich so wirklich stimmig für mich anfühlt.

Bold & Brave: Ich habe Bock, wieder mehr für das Bridal-Business auch zu machen und ich habe so richtig, richtig Bock auf die nächsten Monate insgesamt. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ich glaube, das liegt natürlich auch ein bisschen daran, wer mich kennt, dass bald wieder mein Ostsee-Office auch ruft. Wir wechseln ja sozusagen von April bis Oktober immer. von Berlin an die Ostsee in unseren Wohnwagen dort. Und dieser Ortswechsel ist für mich jedes Jahr wie so ein kleiner Power Reset, kann ich sagen. Meine Feng Shui Bestie, die weiß schon warum, ne? Umgebung und so. Ich hab da einfach so mehr Weite, mehr Klarheit und mehr Fokus für mich und bin da auch irgendwie so mehr ich. Sag ja immer, im Herzen bin ich ein Surfer Girl. Und ich hab das auch schon im Februar krass gemerkt, denn da war ich mit meinem Lieblingsmenschen für eine zweiwöchige Vacation in Portugal. auch da hat schon, ja, das Land, das Meer, die Sonne so energiemäßig sich richtig positiv reingekickt. Und genau deshalb war jetzt so Moment, an dem ich dachte, ja, jetzt ist es wieder Zeit, ins Mikro zu sprechen. Und zwar nicht mit einer Businessstrategie, nicht mit so Tipps, ne, drei Tipps für dich zu go. sondern mit einer Wahrheit, die ich so in den letzten Jahren bei unglaublich vielen Unternehmern beobachtet habe und auch selbst immer wieder erlebe tatsächlich. Denn heute geht es eine Frage, die ja viel zu selten auch gestellt wird, nämlich du wolltest Freiheit, aber warum fühlt sich dein Business trotzdem wie ein Käfig an? Und genau darum geht es heute. Also bleib unbedingt dran. Wir legen jetzt auch gleich los. Und in diesem Sinne Hey ho, let's Ja, vielleicht kennst du das. Also viele Frauen starten ja ein Business, weil sie frei sein wollen. Frei von irgendwelchen Chefs und frei von irgendwelchen festen Arbeitszeiten, auch frei von Erwartungen und ja, frei ihr eigenes Leben einfach zu gestalten. Und dann passiert etwas Seltsames. Das Business wächst, der Umsatz steigt auch und der Kalender ist voll. Und von außen sieht es auch alles sehr erfolgreich aus.

Bold & Brave: Aber innen fühlt es sich irgendwie enger an als vorher. Und die unbequeme Wahrheit daran ist, ich habe unglaublich viele Unternehmerinnen kennengelernt, die erfolgreicher sind als je zuvor, aber sich trotzdem nicht frei fühlen. sie funktionieren halt nur noch. Sie arbeiten halt, sie liefern immer schön ab. Sie halten auch alles schön zusammen. Aber sie leben halt nicht wirklich ihr eigenes Leben. Und das Tragische daran ist, viele merken es erst, wenn der Körper auch reagiert. wenn sie irgendwann erschöpft aufwachen und denken dann plötzlich, äh, war das jetzt alles? Und ja, ich muss sagen, ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Ich kann da mal eine Episode ja aus ganz meinen Anfängen auch erzählen, die ich, glaube ich, auch noch nicht so geteilt habe. Weil es gab mal eine Zeit, da war ich Beamtin. Auf Lebenszeit hatte ich es geschafft. Maximale Sicherheit, ein gutes Gehalt, ein vermeintlich planbares Leben auch. Und gleichzeitig wusste ich aber jahrelang, dass ich halt dort falsch bin. Aber ich sag mal, diese scheinbare Sicherheit, die mir das Amt damals gegeben hat, das war leider wie so eine wirklich verdammt starke Droge. Also ich hab funktioniert, ich hab durchgehalten, hab parallel mein stationäres Business auch aufgebaut, meinen eigenen Traum vom Bride Store, Princess Dreams. Also ich hab alles so gleichzeitig getragen. Und dann gab es aber einen Moment in meinem Büro im Jobcenter, in dem ich damals gearbeitet hab. Und ich weiß das noch so, als wenn es gestern wirklich war. Mein Kollege war nicht da, ich hatte mal wieder Kopfschmerzen, Eshel. Also ich bin immer jahrelang aufgewacht mit Kopfschmerzen. Und ich wusste auch, ja, also das wurde immer schlimmer halt den Vormittag über. Ich wusste nachmittags kommt so ein richtig nächster fette Migräneanfall. Und ich saß da und schaute mich also in Büro-Tristelle, sag ich mal, und dachte plötzlich ...

Bold & Brave: was würdest du einpacken, wenn du nie wieder hierher zurückkommen würdest? Und ja, also dieser Gedanke ploppte halt irgendwie so auf und wirkte so eine Stunde auf mich. Und irgendwann habe ich dann echt wie ferngesteuert angefangen, diese Dinge in eine Plastiktüte zu packen. Also ich hatte halt keine große Tasche dabei, ich hatte ja nichts geplant. Und ähm. Ja, ich hab meinen Mann dann auch angerufen irgendwann, dass er mich halt in der Mittagspause abholen soll. War schon mal sehr ungewöhnlich für ihn. Und dann hab ich mich halt dann zur Mittagspause hinkrank gemeldet mit meinen Kopfschmerzen und bin mit dieser Plastiktüte raus aus dem Amt und hab dann davor noch kurz auf Ivo gewartet. Und ich weiß noch, er ist angefangen gekommen. Ich bin in dieses Auto gestiegen, hab Stantepede angefangen zu heulen und Ivo guckte mich nur... riesengroßen Augen an, hat natürlich überhaupt nichts verstanden und ich hab nur ihn so ganz hysterisch angefahren. Fahr, fahr, fahr, ich geh hier nie wieder hin, ich kann nicht mehr. Und Spoiler, bin ich auch nicht mehr. Und die Sache war, also mein Körper hatte die Entscheidung längst getroffen, mein Kopf war nur noch ein bisschen was hinterher, sag ich mal. Und Ja, so was, was ich damals erlebt habe. Also das passiert halt nicht nur im Angestellten-Modus, so eine Momente. Das kann dir auch halt in deinem eigenen Business passieren. Und viele glauben, dass das Problem, was sie haben, zum Beispiel dieser Angestellten-Job ist. Aber die Wahrheit ist, du kannst auch im eigenen Business wieder in ein System rutschen, das dich klein hält. nicht, weil dich jemand zwingt, sondern weil du es dir so ja selbst gebaut hast tatsächlich. Und genau hier wird es auch spannend, denn viele denken, wenn ich selbstständig bin, passiert mir das nicht mehr. Spoiler habe ich auch lange gedacht, Doch die Wahrheit ist, du kannst dein eigenes Business mit vermeintlicher Freiheit führen und trotzdem in einem neuen, schönen, goldenen Käfig landen. Nur diesmal hast du ihn halt selbst gebaut und deshalb fühlt er sich auch noch viel schwerer zu erkennen an. Und ich nenne das ja auch sogenannte Business-Käfige.

Bold & Brave: Und was ich so in den Jahren bemerkt habe, ist tatsächlich oder auch selber erlebt habe, die meisten erfolgreichen Unternehmerinnen sitzen in mindestens einem von diesen Käfigen, oft wahrscheinlich sogar in mehreren gleichzeitig. Und ich fange mal mit dem ersten an. Das ist der sogenannte Erfolgskäfig, wie ich ihn nenne. Du hast hier ein Business aufgebaut, und das bringt auch total schön Umsatz, also vielleicht auch so richtig guten Umsatz. Und von außen sieht es so alles aus. ich hab's geschafft, aber in Wahrheit bist du in diesem Business der zentrale Motor. Also ohne dich läuft nichts. Du bist Ansprechpartnerin und wirklich für alles und jeden. du bist Problemlöserin, du bist wie die Feuerwehr, du bist auch noch Strategin und du bist operative Kraft und du bist halt wirklich einfach alles und damit bist du ja auch unersetzlich. Und das klingt ja erst mal wie ein schönes Kompliment. Du kannst alles, bist alles, hast alles. Ist aber in Wirklichkeit eine massive Einschränkung. Denn wenn alles an dir hängt, bist du ja alles aber nicht frei. Im Gegenteil, da hast du kein Unternehmen. Dann hast du einen, ich sag mal, Job mit einem schönen eigenen Logo und wie gesagt, einen schönen selbstgebauten goldenen Käfig, der von außen halt bisschen mehr glänzt als vielleicht dein Angestellten-Dasein ehemals. Und ich kenne das allzu gut aus eigener Erfahrung, denn ich habe ja mein erstes großes Business, mein Brautmonengeschäft, Prinz's Dreams, irgendwann ganz bewusst aufgegeben und nicht, weil es nicht lief, sondern weil es im Gegenteil in Anführungszeichen zu gut lief. Denn es war ein stationäres Geschäft, es war gebunden an einen Ort, es war gebunden an Öffnungszeiten, es war vor allem auch gebunden an Personal. Und ich habe dann irgendwann gemerkt, ey, Das passt ja gar nicht zu meinem Leben, wie ich es führen will und wie ich es mir jetzt so auch für mich vorgestellt habe in der Zukunft, weil ich wollte reisen, ich wollte ganz flexibel sein und ich wollte auch entscheiden können, wo ich arbeite und nicht nur wie viel. Und das alles konnte ich ab einem bestimmten Punkt mit Princess Dreams halt nicht mehr. Und was habe ich gemacht? Ich habe ein erfolgreiches Business wirklich losgelassen, mir meine Freiheit da in dem Sinne zurückzuholen.

Bold & Brave: Ja, kann ich dir wirklich sagen, das war sehr beängstigend und es war auch sehr herausfordernd in der Zeit. Denn ich hatte ja auch eine Zeit lang schließlich alles selbst so gewollt und aufgebaut und gleichzeitig aber, als es dann weg war, das war so unglaublich befreiend. Ja, kann ich gar nicht anders sagen. Kommen wir mal zum zweiten Business-Käfig. Das ist der sogenannte Erwartungs-Käfig und dieser Käfig ist auch ein bisschen noch subtiler und deshalb auch oft noch enger, weil du tust Dinge, weil sie andere erwarten. Kunden erwarten Sachen, Mitarbeiter irgendwann erwarten Sachen, deine Familie erwartet Sachen, die Branche, in der du bist, vielleicht erwartet Sachen und das geht auch immer unter diesem Mandel so, man macht das halt alles so. Und irgendwann merkst du aber, ja, du reagierst ja nur noch, ne? Also du führst nicht mehr, sondern du verwaltest quasi nur noch die Erwartungen. Also das ging mir zum Beispiel so mit meinem zweiten Business, sozusagen mit meinem Coaching Business, Bridal Business Coaching. Ich habe mich zum Beispiel im letzten Jahr halt komplett von der Bridal Branche und auch von Bridal Business Coaching gelöst. Und nicht weil ich Bridal nicht mehr geliebt habe, sondern weil ich gemerkt habe, dass diese Branche mir halt thematisch zu eng und zu klein geworden ist. Also, man muss halt wissen, die Bridal-Branche ist sehr nischig und damit ist sie auch zu klein gewesen für das, was ich eigentlich als Businessmentorin irgendwann bewegen wollte. Ich wollte größere Zusammenhänge, mehr Unternehmertum, mehr Strategie, mehr Freiheit auch in den Themen und ich wollte ganz, ganz viele Unternehmerinnen erreichen. das ist bei Bridal auch eine Zeit lang möglich, aber nach und nach sind es halt immer wieder die gleichen Themen, ich gemerkt, und die gleichen Menschen, die du dann in der Branche auch triffst und Das war dann halt auch nicht das, was ich langfristig wollte. Und ja, wie passend zum Schlangenjahr 25 konnte ich dann nach so fünf, sechs Jahren Bridal Business auch sagen, ich bin quasi aus dieser Haut herausgewachsen. Also was habe ich gemacht? Ich bin halt raus. Ich habe Bridal Business Coaching für mich geschlossen und bin so richtig auch mit Bold und Brave halt eingestiegen, durchgestartet.

Bold & Brave: Ich hatte halt auch den Abstand, dann habe ich mit anderen Unternehmerinnen auch mehr gearbeitet, habe andere Sachen gesehen, auch bin in andere Themen reingegangen. Und jetzt, interessanterweise, habe ich wieder richtig Lust, ab und zu auch in der Bridal-Branche einzutauchen und da was zu machen. Aber halt aus einer ganz anderen Position heraus. Nicht mehr, weil ich muss, sondern weil ich einfach will. Und genau das ist halt auch der Unterschied zwischen Käfig und Freiheit. Und kommen wir so last but not least zu dem dritten Identitätskäfig, den ich dir mal vorstellen möchte. Und der ist tatsächlich oft der unsichtbarste, aber auch meistens der mächtigste. Und man muss dir vorstellen, du bist erfolgreich geworden und plötzlich erwarten alle, dass du genauso bleibst. Also deine Kunden, dein Umfeld, vielleicht sogar auch du selbst. Doch die erfolgreichsten Businesses haben ... kann ich dir so auch immer aus der Perspektive sagen, immer damit zu tun, dass sie wachsen. Und das muss nicht in der Größe oder vom Umsatz sein, also nicht im Sinne von Skalierung, sondern ich meine, wachsen im Sinne von sie entwickeln sich stetig weiter. Und da bedeutet halt Wachstum dann auch Veränderung. Und Veränderung, was bedeutet das? Das sind Entscheidungen, das sind Konflikte, das ist auch Ablehnung. Und vor allem ist es Verantwortung. Und davor haben viele Angst, sage ich mal, wirklich, also selbst die starken Frauen. Also bleiben sie halt auf diesem Level, was funktioniert, Aber das halt läuft, aber in der Regel auch nicht mehr erfüllt. Das heißt also, du wirst zum Beispiel erfolgreich mit dem, was du tust, du baust dein Team auf, Menschen verlassen sich ja dann auch auf dich und plötzlich geht es halt nicht mehr nur dich und mit dem, was du gestartet bist, sondern darum, dass halt alles so weiterläuft, ne? Und Auch das kenne ich sehr, sehr gut. Das hatte ich bei Prinzestreams tatsächlich und später sogar nach einiger Zeit noch stärker bei BBC. Weil ich hatte ein Team bei BBC, das ich wirklich, wirklich geliebt habe. Also das waren für mich nicht nur Mitarbeiter, in Anführungszeichen, das waren Menschen, die ich sehr lange kannte, die ich auch aufgebaut habe teilweise, denen ich vertraut habe. Und für die habe ich halt ...

Bold & Brave: Verantwortung auch übernommen. Und genau diese Verantwortung hat mich langsam und auch unbewusst, muss ich wirklich sagen, in diesen Funktionsmodus wieder gedrückt. Also ich habe irgendwann nicht mehr gefragt, worauf habe ich Lust oder was will ich so wirklich erschaffen mit meinem Business und so in meinem Leben, sondern ich habe nur noch Fragen gestellt wie, was ist profitabel, wie halte ich den Status quo aufrecht, wie sichere ich hier die Gehälter für meine Mitarbeiter und Neue Ideen haben sich plötzlich nicht mehr leicht angefühlt. Sie haben sich nach Risiko angefühlt. Kreativität wurde plötzlich so ersetzt durch Kontrolle. Eine Vision war jetzt nur noch durch Absicherung halt da. Und es war nicht so, dass ich keine Ideen mehr hatte, sondern ich hab halt immer gedacht, ich darf sie mir nicht mehr in der Größe erlauben. Denn ich wollte ja dieses Team nicht verlieren und ich wollte es auch nicht mehr wieder alles alleine machen. Also habe ich weitergemacht, weitergemacht, weitergemacht, funktioniert, funktioniert. Ich habe optimiert und stabilisiert. Und dabei habe ich mich selber immer weiter von dem entfernt, was mich ursprünglich angetrieben hat. Und genau das ist auch der Punkt, über den kaum jemand spricht. Du kannst ein erfolgreiches Business führen. Aber gleichzeitig kannst du innerlich komplett leer laufen. Denn ein System, das nur noch auf Stabilität ausgelegt ist, das erstickt irgendwann jede Entwicklung. Und am Ende passiert oft das Paradoxe. Nicht die Veränderung zerstört das System, sondern das Festhalten am Status Quo. Und genauso war es auch bei mir bei BBC irgendwann. Also ich habe mich so sehr angepasst, dass ich mich selber ein Stück weit verloren habe. Und irgendwann hat das ganze Konstrukt ja trotzdem nicht mehr funktioniert, weil das Team war dann weg. Ich musste das Business ganz neu denken wieder. Und dann stand ich da ohne das, was ich eigentlich alles schützen wollte. Also rückblickend war das auch kein Scheitern, obwohl es sich also in dem Moment echt so angefühlt hat. Und mich hat das wirklich auch sehr, sehr mental mitgenommen und emotional. Aber es war eine notwendige Korrektur.

Bold & Brave: weil ein Business, dich zwingt, gegen dich selbst zu arbeiten, das kann langfristig nicht gesund bleiben. Also nicht gesund bleiben für niemanden, nicht für dich, nicht für dein Team, nicht für deine Kunden. Und das ist halt auch dieser wahre Identitätskäfig. Wenn du nicht mehr wirklich weißt, wer du ohne dein Business bist und gleichzeitig aber nicht mehr die bist, die dieses Business mal aufgebaut hat. Also Und im Nachhinein betrachtet, war für mich das Geschenk dieser Zeit. Und die war in dem Moment richtig, richtig hart. Aber dass ich dann wieder angefangen habe, die Frage zu stellen, wie hättest du es denn gern, Also nicht mehr, was muss sein, damit Geld reinkommt, sondern was möchtest du denn eigentlich machen? Was erfüllt dich denn jetzt wieder neu? Und dann habe ich angefangen, mein Business so umzubauen. dass es wieder zu meinen Wünschen passt und zu meinem Leben, was ich führen möchte und nicht umgekehrt. Aber ein schmerzhaftes Learning war auch wirklich, wie da mal kann ich sagen, Business ist ja ein guter Spiegel. Es bedeutet, Dinge loszulassen, die vielleicht von außen größer oder erfolgreicher wirken. Und genau an diesem Punkt habe ich aber auch etwas verstanden, was mir früher ... also, dass mir früher niemand gesagt hat. Also, das hätte ich mir gewünscht. nämlich was die größte Lüge wirklich über Unternehmertum ist. Weil wir glauben, Selbstständigkeit bedeutet automatisch Freiheit, dass der Moment, in dem wir keinen Chef mehr haben, gleichbedeutend ist mit Selbstbestimmung. Aber das stimmt ja nicht. Denn Freiheit entsteht, finde ich, jedenfalls nicht dadurch, dass du dein eigenes Business hast. Freiheit entsteht dadurch, dass du dich selbst führst und führen kannst auch. Weil du kannst selbstständig sein und trotzdem total fremdgesteuert leben. Du kannst gutes oder sogar sehr gutes Geld verdienen und dich trotzdem total gefangen fühlen. Und du kannst Erfolg haben auf dem Papier, aber dich innerlich trotzdem leer fühlen. Und das Verrückte ist dabei von außen, sieht es ja oft genau nach dem Leben aus, dass du dir mal gewünscht hast, nur dass es sich innen nicht mehr so anfühlt. Und jetzt sag ich dir noch was, warum gerade starke Frauen besonders gefährdet sind in diesem Kontext, nämlich

Bold & Brave: nicht weil sie schwach sind, sondern genau weil sie stark sind, weil sie funktionieren können, auch wenn es ganz schwer wird, weil sie einfach leistungsfähig sind, weil sie diese Verantwortung übernehmen und tragen für lange Zeit und weil sie auch durchziehen, wenn andere längst ausgestiegen werden, die vermeintlich schwächer sind. Und sie bauen damit ein System auf und tragen, also sie bauen ein System auf, tragen es dann selbst und genau dadurch wird dieses System stabil. aber halt nicht unbedingt lebendig. Und irgendwann kommt dann dieser leise unbequeme Gedanke, ich habe mir ein Leben aufgebaut, das ich eigentlich gar nicht wollte. Und das ist nicht, weil du versagt hast, also nicht, weil du was falsch gemacht hast, sondern weil du halt unterwegs nie bewusst entschieden hast, wie sich dieses Leben wirklich anfühlen soll. Also du hast entschieden, was funktioniert und was möglich ist, auch was sinnvoll ist vielleicht in dem Moment mit deinem Business. Aber nicht unbedingt, ja, was wirklich deins ist. Oder ob es zu diesem ... Also, dieser Weg zu dem Ziel kommt, wo du eigentlich hin willst. Weil so ging's mir zum Beispiel total als Princess Dreams richtig gut lief, mein Brautmohrengeschäft. Also, das war toll, das war eingespielt, ich hatte Strukturen, ein tolles Team. Wir haben verdient, und ich hätte doch eigentlich happy und glücklich sein sollen. Und, Spoiler, war ich aber nicht. Sondern im Gegenteil. Und ... Der Wendepunkt beginnt deshalb auch nicht mit einer neuen Strategie oder so was, oder dass du deinen Business rebrandest oder mit einem anderen Business Modell, sondern es beginnt immer mit einer einzigen ehrlichen Frage. Und die solltest du dir immer wieder stellen. Also nicht nur einmal, wenn es dir schlecht geht, sondern immer wieder zwischendurch. Und die Frage ist, lebe ich mein Leben oder nur ein funktionierendes? Also nicht... ist mein Business erfolgreich oder was denken andere über mich oder bin ich ausgelastet oder läuft alles stabil, sondern wirklich fühlt sich dieses Leben nach mir an. Nach meiner Energie, nach meinen Werten, ist es in meinem Tempo, sind es meine Prioritäten oder spiele ich nur die Rolle, die ich mir irgendwann selbst gebaut habe. Und ja.

Bold & Brave: Das sind richtig, also das ist eine richtig, richtig unbequeme Frage, wenn du sie dir wirklich in der Tiefe stellst. Und ich habe die mir zum Beispiel das erste Mal dann wieder so richtig in meinem oder überhaupt in meinem Business dann Kontext gestellt, als ich bei Princess Dreams wieder meine Stresskopfschmerzen gemeldet haben. Weil da hatte ich ein Warnsignal, dass ich schon aus der Vergangenheit kannte. Und da habe ich genau hingesehen, weil der Körper ist ja schlauer als der Kopf, you know. Denn Was bedeutet Freiheit denn im Unternehmertum wirklich? Freiheit bedeutet nicht weniger zu arbeiten, keine Verantwortung zu tragen, immer entspannt zu sein oder nur das zu tun, worauf du gerade Lust hast. Sondern Freiheit, also für mein Verständnis, bedeutet, Entscheidungen nach deinen Werten zu treffen, dein eigenes Tempo auch zu bestimmen, deine Prioritäten setzen, die zu deinem Leben passen und ein Business zu führen, das dich trägt und nicht, was dich auffrisst. Also, so kurz gesagt, dein Leben zu leben, nicht das eines anderen und auch nicht das, was man, in Anführungszeichen von dir, erwartet. Und wenn du da dir die Antworten auch gibst, dann kommst du wirklich wieder dahin, mutig und frei dein eigenes Leben, ja, deiner Träume und Wünsche zu leben. ja, dein Business hilft dir dann auch super dabei. Mutig sein, Mut, by the way, bedeutet übrigens nicht, keine Angst zu haben. Also ich habe immer wieder Ängste in jeglicher Form. Aber Mut bedeutet zu erkennen, so will ich nicht weiterleben und dann halt auch anzufangen, etwas zu verändern. Deshalb mein Name, Bold and Brave, ist ja Mut in zwei Nuancen, sage ich mal, kommt auch nicht davon ungefähr, sondern es erinnert mich halt immer wieder daran. immer wieder reinzugehen in diese Frage. Und das heißt auch nicht mit der Veränderung, dass du alles auf einmal wieder über Nacht oder radikal auf den Kopf stellst. Also Veränderung muss nicht dramatisch sein, sondern sie sollte bewusst sein. Die kann Schritt für Schritt sein. Aber sie sollte immer sein mit klaren Entscheidungen statt mit einer blinden Reaktion auf irgendwelche äußeren Umstände.

Bold & Brave: denn das kann ich auch sagen, echte Veränderungen passiert auch selten laut. sie passiert, die wahre, wirkliche, krasse Veränderung passiert in der Regel ganz, ganz leise. Aber dafür ist sie auch in der, also oft unumkehrbar. Also, nochmal zum Abschluss. War eine diebe Folge, glaube ich, heute, wenn du gerade spürst, dass dein Business dich nicht mehr, also das nicht mehr befreit, sondern dich mehr so festhält, also dass du funktionierst, statt zu gestalten. und dass du vielleicht erfolgreich bist, aber nicht wirklich frei, dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Bewusstsein. Und sehr wahrscheinlich ist es der Anfang von etwas sehr viel Größerem, etwas, was du dir in deinen buntesten Träumen, kann ich dir sagen, nicht vorstellen kannst, was aber, ja, ich denke, deine unausweichlich nächste Stufe sein wird, auch wenn du bis jetzt noch gar keine Ahnung davon hast, wie das eigentlich gehen soll. kann dir nur raten, geh los, fang an, stell dir die Frage, you know, ob du dein Leben lebst oder nur ein funktionierendes, und hör da ganz genau hin. Und wenn du dann was hörst, dann, ganz, ganz wichtig, geh den ersten Schritt in die neue Richtung und sei eher noch so klein. Und ja, wenn dich diese Folge heute, also wenn dir irgendwas in dir bewegt hat, wenn du dich gesehen gefühlt hast, ertappt, vielleicht auch wachgerüttelt oder ... vielleicht auch so bisschen unruhig wurde es beim Zuhören, dann ja, dann go for it und vor allem behalte das auch nicht nur für dich. Teile diese Folge mit einer anderen Powerfrau, bei der du vielleicht auch so sofort dachtest, genau das muss ich jetzt hören. Denn ganz, ganz ehrlich, wir brauchen mehr Unternehmerin, die nicht nur funktionieren, sondern wirklich leben. Und ja, ich freue mich riesig, wenn du mir schreibst, was diese Folge vielleicht in dir ausgelöst hat. Schick mir gerne eine Nachricht auf Instagram, da findest du mich seit neuestem unter anja.boot.brave. Du kannst unter dem Post zur Folge kommentieren, du kannst deine Gedanken in der Story teilen und markier mich. Die Links und so was findest du alles in den Show Notes. Ich lese wirklich alles persönlich, hab kein Team mehr, ganz bewusst. Und oftmals entstehen aus diesen Kommentaren oder dem Feedback, was ich von euch bekomme, ja, die besten nächsten Themen.

Bold & Brave: Wenn du merkst, dass Board & Brave dir gut tut, dann abonniere den Podcast, schreib mir gerne eine 5-Sterne-Bewertung und verpasse keine neue Folge. hier geht es wirklich nicht nur darum, also nicht darum, noch mehr zu tun, sondern darum, Business und ein Leben zu führen, was dich wirklich trägt statt erschöpft. Und vielleicht ist genau heute auch der Moment, an dem du aufhörst zu warten und anfängst, dein Leben zu gestalten. Du weißt es tief drin längst, dass du für mehr gemacht bist, bin ich mir ganz sicher. Also hör auf, dich klein zu halten und fang an, mutig danach zu leben. Ich freue mich jedenfalls, wenn du beim nächsten Mal wieder dabei bist. Und bis dahin sage ich, bleib mutig, bleib dran an deinen Träumen und vor allem bleib du selbst.

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